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Gedanken


Populismus


Unverstanden fühlen sich viele in unserer Zeit. Ignoriert und nicht ernst genommen von Politik und öffentlichen Institutionen. Wer diesen Gefühlen eine Stimme gibt, kann mit Zulauf rechnen.

Als "Populismus" wird dieses Phänomen bezeichnet. Und mit gutem Grund davor gewarnt. Denn nur die Gefühle Frustrierter zu artikulieren oder gar zu verstärken, ist zu wenig. Es geht darum Menschen wirklich ernst zu nehmen, Hilfe anzubieten.

Verständnis haben

Nicht jeder, der mir nach dem Mund redet, meint es gut mit mir. Wer mich nur in meinem Frust bestätigt, hat keine Lösung für mich. Wer mich wirklich versteht, lässt mich nicht mit meinem Selbstmitleid im Regen stehen, sondern stellt die richtigen Fragen - auch kritische.

Ganz dran am Menschen

Christinnen und Christen glauben an einen Gott, der ganz "dran" ist an seinen Menschen. Sie dazu motivieren will, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie davon abhalten möchte, Schuld immer bei den Anderen zu suchen. Wenn man so will, ist das echter "Populismus": Ernst nehmen des Volkes Gottes, als das wir uns bezeichnen dürfen. "Fördern und Fordern", so könnte man das "populistische" Konzept Gottes beschreiben. Von diesem könnte sich manch ein selbst ernannter "Volksvertreter" ein Scheibchen abschneiden.


Pfr. Johannes Wittich